Abschlussfeier der Absolventen 2025

TECHNIKERSCHULE  - Rother Ausbildungs-Institution bat zur Zeugnisvergabe in den „Bayerischen Hof“ nach Spalt.

Jürgen Leykamm - Roth-Hilpoltsteiner-Volkszeitung vom 15. Juli 2025

„Da waren nur ein paar Zweier dabei“, bewunderte Andreas Deinhardt die Noten von Nadine Gröschl aus Unterrödel, Beste des Jahrgangs der Technikerschule Roth, bei dessen Abschlussfeier im „Bayerischen Hof“ in Spalt. „Ansonsten gab es ausnahmslos Einser“, so der Leiter jener Einrichtung als gewichtigen Teil des Beruflichen Schulzentrum Roth (BSZ). „Diese Marke bleibt uns wohl sehr lange erhalten!“ bewertete er die starke Leistung.

Gröschl sei mit Bravour „in eine männliche Domäne eingebrochen“, so der Pädagoge über die Absolventin, die sich bei der Zeugnisübergabe auch über einen Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung sowie einen mit 150 Euro dotierten Sparkassenpreis freuen durfte.

Großes Lob gab es ebenso für Lukas Kayser aus Roth, der mit 1,58 als Endnote abschloss, sowie Juliana Lukas (Allersberg; 1,75). Die drei bilden das Spitzentrio aus 22 verabschiedeten Schülern des Fachbereichs Maschinenbau. Zu ihnen gesellt sich der Rother Tim Steinhardt, der unter den sechs frisch gebackenen Fahrzeugtechnikern als Bester seines Fachs mit einer 2,46 abschloss. Die wichtigste Botschaft aber hatte bei der Feier BSZ-Leiterin Undine Landvoigt im Gepäck: „Alle 28 Prüfungsteilnehmer haben bestanden! Eine hervorragende Leistung – wir sind stolz auf Sie!“ 19 von ihnen hätten sich zusätzlich einer Ergänzungsprüfung gestellt – ebenso allesamt erfolgreich.

Durch die damit erzielte Fachhochschulreife stünden ihnen nun auch akademische Wege offen. Allen verabschiedeten Absolventen der Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität sei es gemein, dass sie in den letzten zwei Jahren nicht nur Wissen angesammelt, sondern auch aktiv gelernt hätten, ihr Gestaltungspotenzial zu entfalten. Damit seien sie bereit, die „Herausforderungen von morgen anzugehen.“

Es sei genau diese Mischung aus Innovationsgeist und Fachwissen, die den Weg in die Zukunft weise, ergänzte Landratsstellvertreterin Ursula Klobe. Dabei dürfe man die gesellschaftliche Bedeutung nicht unterschätzen: „Ohne Eure Berufe klappt es nicht!“ Weswegen der Landkreis auch sehr gerne in das BSZ investiere. „Aber jetzt dürfen Sie erst einmal durchschnaufen“, rief Klobe den Absolventen zu. Denn nicht zuletzt dokumentiere das erhaltene Zeugnis das Ende einer „intensiven, manchmal anstrengenden und oft spannenden Reise“, führte Deinhardt in seiner Rede weiter aus: „Sie haben gerechnet, geschrieben, konstruiert, ausprobiert. Sie haben sich durch Höhen und Tiefen gearbeitet – mit Ausdauer, Mut und Neugier!“

Für beide Seiten wertvoll
Der Leiter der beiden Fachbereiche hob aus den gezeigten Leistungen vor allem die Projektarbeit hervor: Ein Elektro Pick-Up und mobile Essensstände. Die Verwirklichung des technisch anspruchsvollen Food Trucks habe sich dabei toller Teamarbeit erfreuen dürfen. Dass die Schule an sich eine eher kleine sei, hat sich nach Worten des Leiters dabei als große Stärke erwiesen: „Wir begleiten Sie persönlich, nicht nur fachlich. Und das prägt – auch uns als Lehrkräfte.“ Unvergesslich sei auch die Abschlussfahrt nach Wien gewesen. Den Jahrgang selbst würdigte er als „nicht nur klug und technisch versiert, sondern auch menschlich, hilfsbereit und solidarisch.“

Das unterstrichen auch die beiden in Schwabach beheimateten Fachbereichssprecher, Lara Uygunbas für die Fahrzeugtechnik sowie Jannik Sauber für den Maschinenbau. „Wir haben uns gegenseitig durch schwierige Zeiten gebracht“, betonte Jannik Sauber etwa. Und man sei grundsätzlich ein recht diskussionsfreudiger Jahrgang gewesen, der Spaß gemacht habe. Auch wenn es zwischendurch mal „Blut, Schweiß und ein paar Tränen kostete“, sich durch die vielen komplexen Themen durchzuarbeiten, ergänzte seine Kollegin Lara Uygunbas. Nun aber sei man im Leben einen wichtigen Schritt weiter2. Sie selbst habe sich als einzige Dame ihres Fachbereichsjahrgang als „gute Seele der Klasse“ erwiesen, so das gemeinsame Lob der Lehrer bei der eigentlichen Zeugnisübergabe.

Bei dieser gab es überhaupt so einige Anekdoten zu hören. Von Sonder- und Nachtschichten war da zu hören, von kleinen Ausrutschern ebenso wie von aufblühenden Persönlichkeiten. Ihrer Karriere steht den neuen Fahrzeug- und Maschinenbautechnikern nichts mehr im Weg. Vor ihren zweijährigen Weiterbildungsmaßnahmen hatten die 28 Absolventen Fleiß und Lernbereitschaft schon in ihren insgesamt acht verschiedenen, zuvor erlernten Ausbildungsberufen unter Beweis gestellt.

geschrieben am 23.10.2025

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