Technikerschule Roth - Alle bestanden, fünf mit Auszeichnung

Ein lauer Sommerabend, dunkle Wolken am Himmel – und 25 frischgebackene Technikerinnen und Techniker, die sich davon die Stimmung nicht verderben ließen: Im Gasthof „Gutmann zur Post" in Hilpoltstein feierte die Technikerschule am Berufschulzentrum Roth ihren Abschlussjahrgang 2026 im Biergarten – und am Ende blieb es trocken. Die Absolventen der Fachrichtungen Elektromobilität und Fahrzeugtechnik sowie Maschinenbau hatten gleich mehrfach Grund zur Freude: Alle 25 Prüfungsteilnehmer haben bestanden, acht davon erwarben zusätzlich die Fachhochschulreife, und fünf wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Schulleiterin Undine Landvoigt eröffnete den Abend mit einem Blick auf die vergangenen zwei Jahre: auf Fachunterricht und Prüfungen, auf Projektarbeit und so manche schlaflose Nacht. Dass am Ende alle 25 das Ziel erreicht hätten, sei nicht nur ein Zeugnis individuellen Könnens, sondern auch des Zusammenhalts und Teamgeists des Jahrgangs. Helmut Bauz (FW), stellvertretender Landrat des Landkreises Roth, überbrachte die Glückwünsche in Vertretung von Landrat Ben Schwarz (SPD) und betonte die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die mittelständisch geprägte Industrielandschaft der Region – und konnte vor dem Fachpublikum für Elektromobilität eine Anekdote über seinen Elektro-Smart nicht verkneifen, den er selbst schmunzelnd als „halbes Auto" bezeichnete - nicht ganz zu Unrecht. Sonja Möller (FW), dritte Bürgermeisterin der Stadt Roth, würdigte die Leistung der Absolventen, die sich mit dem Technikerabschluss ein zweites berufliches Standbein aufgebaut hätten. Schulleiter Andreas Deinhardt blickte in seiner Rede auf die Projektarbeit der beiden Jahre zurück – vom ersten Taschenlocher-Projekt bis hin zur eindrucksvollen Universalzugmaschine mit ihren Anhängern, die zuletzt bei der Projektvorstellung für Aufsehen gesorgt hatte. Auch eine Studienfahrt nach Prag ließ er Revue passieren – wobei er sich bei den näheren Details diskret zurückhielt.

Für die Schülerrede hatte Florian Magg das Wort. Der Maschinenbauabsolvent und Staatspreisträger ließ die zwei Jahre mit Charme und Humor Revue passieren: von legendären Lehrersprüchen über die Teamfahrt nach Heidenheim bis zu den „internationalen Erfahrungen" in Prag – wenngleich auch er sich darüber nicht allzu detailliert äußerte. Sein Appell am Ende an seine Mitschüler: neugierig bleiben, Fragen stellen, nie aufhören zu lernen.

Bei der Zeugnisvergabe begleiteten die Lehrer jeden Schüler mit einer persönlichen Anekdote – mal anerkennend, mal augenzwinkernd, immer herzlich. Die Absolventen kamen aus der ganzen Region, von Göggelsbuch über Büchenbach und Dollenstein bis Weißenburg – ein Jahrgang, der zeigt, dass die Technikerschule Roth weit über den Landkreis hinaus ausstrahlt.

Den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung erhielten in der Fachrichtung Fahrzeugtechnik Fabian Linus Grimm aus Dollenstein sowie in der Fachrichtung Maschinenbau Florian Magg aus Büchenbach, Fabian Loy aus Weißenburg, Niklas Dotzer aus Göggelsbuch und Johannes Werner Egerer aus Weißenburg. Den Sparkassenförderpreis, verbunden mit einem Preisgeld von 150 Euro, erhielt ebenfalls Florian Magg – ausgezeichnet für sein außergewöhnliches Engagement, seine Hilfsbereitschaft und seinen Teamgeist weit über den Unterricht hinaus.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete ein gemeinsames Gruppenfoto auf der Treppe des Gasthofs – bevor der Abend bei Essen und guter Stimmung seinen geselligen Ausklang fand. Wer sich selbst für die Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker in den Fachrichtungen Maschinenbau oder Elektromobilität und Fahrzeugtechnik interessiert: Für den nächsten Jahrgang sind noch Plätze frei. Informationen gibt es bei der Technikerschule am Berufschulzentrum Roth.

Tobias Tschapka (tis)

geschrieben am 24.07.2026

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