Am 9. Januar 2026 besuchten die Schülerinnen und Schüler der Technikerklasse für Maschinenbau im zweiten Jahr der Weiterbildung das Kompetenzzentrum für Additive Fertigung (AMEC) der Siemens AG in Erlangen. Die Besichtigung fand im Rahmen des Fachs Fertigungsverfahren statt und wurde von Herrn Domider organisiert. Ziel war es, moderne Fertigungstechnologien praxisnah kennenzulernen und das im Unterricht erworbene Wissen zu vertiefen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Führung lag auf den verschiedenen Technologien der additiven Fertigung, die von der Sparte Digital Industries der Siemens AG vorgestellt, erläutert und anhand konkreter Anwendungsbeispiele demonstriert wurden. Die Schülerinnen und Schülern konnten mehrere additive Fertigungsverfahren anhand von konkreten Bauteilen, Einsatzgebieten und Maschinen vergleichen und kennenlernen. Dabei wurde deutlich, wie vielseitig die additive Fertigung in der modernen Industrie genutzt wird – von der Prototypenherstellung über funktionsfähige Bauteile bis hin zur Serienproduktion.
Unter anderem wurde der Kunststoff-3D-Druck vorgestellt, bei dem Bauteile schichtweise aus thermoplastischem Material aufgebaut werden. Dieses Verfahren eignet sich besonders für schnelle Prototypen und komplexe Geometrien. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in metallbasierte 3D-Druckverfahren, bei denen Metallpulver mithilfe von Laser- oder Elektronenstrahlen aufgeschmolzen wird. Diese Technik ermöglicht die Herstellung hochbelastbarer Bauteile mit großer Formfreiheit, die mit konventionellen Fertigungsverfahren nur schwer oder gar nicht herzustellen wären.
Besonders interessant war der Vergleich zwischen additiven und klassischen spanenden Fertigungsverfahren. Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, welche Vorteile der 3D-Druck in Bezug auf Materialeinsparung, Konstruktionsfreiheit und Entwicklungszeit bietet, aber auch welche Grenzen diese Technologien aktuell noch haben.
Die Besichtigung vermittelte den angehenden Technikern wertvolle Einblicke in moderne Fertigungsverfahren und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der 3D-Druck in der heutigen industriellen Praxis geworden ist.
Insgesamt stellte die Führung eine sehr gelungene und anschauliche Ergänzung zum Unterricht dar und motivierte die Schülerinnen und Schüler zusätzlich für das letzte Schulhalbjahr.